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10 Tipps für die Gartengestaltung

Für viele, die ein Schwedenhaus neu bauen, ist der Garten erst einmal Zukunftsmusik. Möbel und Deko haben Priorität. Dabei hat es der Garten verdient, sorgfältig geplant zu werden. Im Frühjahr und Sommer ist das grüne Idyll eine Augenweide und eine Oase der Ruhe. Mit unseren 10 Tipps für Gartengestaltung verwandeln Sie Ihr Grundstück in eine grüne Oase.

Wenn man ein eigenes Haus baut, stehen meist die Farben, die Materialauswahl und die Innenarchitektur im Vordergrund – aus nachvollziehbaren Gründen, denn in unserer Klimazone verbringen wir die meiste Zeit drinnen. In der warmen Jahreszeit ist das anders.

Der Garten ist ein Stück Natur und ein Ort, der Kraft gibt. Vielleicht haben Sie das Glück, dass Ihr Schwedenhaus am Wald- oder Ortsrand steht. Ganz gleich, ob Sie ein kleines oder ein großes Grundstück Ihr eigen nennen: Mit einfachen Mitteln und guter Planung können Sie eine entspannende Umgebung schaffen, die sich im Laufe der Zeit entwickelt und an dem Sie das ganze Jahr Freude haben werden. Denn auch im Winter hat ein gepflegter Garten etwas für sich und trägt zum natürlichen Gleichgewicht bei. 

NATURNAHER GARTEN MIT EINFACHEN MITTELN

Jenny My Eliasson ist Landschaftsarchitektin in Jonköping und hat schon viele frischgebackene Hauseigentümer beraten. “Die erste Frage, die sich jeder stellen sollte ist: Wie soll der Garten genutzt werden? Soll es offene Spielbereiche geben, zum Beispiel mit Platz für einen Trampolin?”

Jenny My empfiehlt, die Gestaltung des Gartens an den gewählten Haustyp anzupassen. “Wenn Sie sich für ein traditionelles Haus im Stil einer Landvilla entschieden haben, passen Apfelbäume gut ins Gartenkonzept. Anders verhält es sich mit modernen Bungalows und Häusern im “Funk”-Stil: Hier passen Pflanzen wie Bambus und verschiedene Grasarten gut zum minimalistischen Stil des Hauses. 

Ein guter Anfang ist immer, sich inspirieren zu lassen. Schauen Sie sich Parks, Zeitschriften und die Gärten der Nachbargrundstücke an. Lassen Sie die Eindrücke auf sich wirken und überlegen Sie, was sie schön oder praktisch finden”, sagt Jenny My.

STELLEN SIE EINEN ZEHNJAHRESPLAN AUF

Wer neu einzieht, schenkt dem Garten nicht immer gleich die Aufmerksamkeit, die er verdient. Jenny My rät jedoch dazu, von Anfang den gesamten Garten zu planen, aber zunächst mit nur wenigen Pflanzen.

“Planen Sie praktische Aspekte des Gartens vorausschauend für zehn Jahre. Skizzieren Sie Ihre Ideen auf Papier, damit Sie ein Gefühl für die Gestaltung des Gartens mit größeren Bäumen oder Obstbäumen bekommen. Denken Sie auch daran, den Garten in verschiedene Bereiche zu unterteilen, die sich in ihrer Funktion unterscheiden.”

Ein schöner Garten soll aber nicht nur funktional sein, sondern auch die Seele erfreuen, betont die Landschaftsarchitektin: mit Blumen, Sträuchern, Bäumen und einem gepflegten Rasen. 

“Viele meiner Kunden wünschen sich, dass der Garten mit einem Mähroboter bearbeitet werden kann. Das mag zwar bequem sein, aber es macht auch sehr viel Freude, einen gut geplanten Garten mit traditionellen Methoden zu pflegen – obwohl Rasenmähen vielleicht nicht die Tätigkeit mit dem größten Spaßfaktor ist”, sagt Jenny My.

EXPERIMENTIEREN SIE MIT PFLANZEN

Jenny Mys Tipp: Die Bepflanzung so planen, dass der Garten das ganze Jahr über gut aussieht. “Natürlich müssen wir hier in Zentral- und Nordeuropa die  Jahreszeiten und die Vegetation berücksichtigen. Oft pflanzt man viel zu viele Pflanzen, die im Frühling blühen. Man sollte aber immer auch an den Sommer und den Herbst denken. Lassen Sie sich von Mitarbeitern in den Gartenbaumärkten Blüten und Stauden zeigen, die lang grün bleiben und zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Machen Sie ruhig ein paar Experimente, aber beachten Sie die Anforderungen der jeweiligen Pflanzen.”

Gute Vorbereitung ist das A und O, sagt Jenny My:

“Investieren Sie in den richtigen Boden und den richtigen Dünger. Das zahlt sich langfristig aus.”

EIN EINGANG, DEN SIE LIEBEN WERDEN

Jenny My empfiehlt außerdem, den Garten für sich selbst zu bepflanzen und nicht für die Nachbarn. 

“Platzieren Sie schöne Pflanzen so, dass Sie sie vom Haus aus sehen können. Natürlich möchten Sie, dass die Bepflanzung von jedem Blickwinkel aus gut aussieht, aber es ist trotzdem Ihr Garten. Deshalb empfehle ich in der Regel, den Eingangsbereich besonders liebevoll zu gestalten, damit Sie sich jedes Mal freuen, wenn Sie nach Hause kommen.”

10 TIPPS FÜR DIE GARTENGESTALTUNG

  1. Lassen Sie sich inspirieren – von anderen Gärten, von Parks oder Zeitschriften.
  2. Analysieren Sie Ihre Bedürfnisse – wofür möchten Sie Ihren Garten nutzen?
  3. Planen Sie das Ganze auf einmal, aber pflanzen Sie immer nur ein wenig. Sehen Sie das Projekt Garten als Zehnjahresplan.
  4. Beginnen Sie am Rand – mit der Umrahmung und größeren Bäumen oder Obstbäumen, die Zeit brauchen.
  5. Gestalten Sie einen schönen Eingang für Glücksgefühle beim Nachhausekommen.
  6. Überlegen Sie, wie Ihre Pflanzen aussehen, wenn sie nicht blühen: Blattformen, Blattfarben, Stiel, Herbstfarbe usw.
  7. Teilen Sie den Garten in unterschiedliche Bereiche ein.
  8. Planen und pflanzen Sie den Garten für Sie und nicht für den Nachbarn – platzieren Sie schöne Pflanzen, damit Sie vom Haus aus sehen können.
  9. Investieren Sie in eine gute Vorbereitung – den richtigen Boden und die richtige Pflege.
  10. Keine Angst vor Experimenten. Vergessen Sie nicht, dass der Garten Freude machen soll!

Weitere Informationen

Tipps zum Anlegen eines naturnahen Gartens hat die Zeitschrift “Schöner Wohnen” zusammengestellt

“Mehr Wildnis wagen!” – unter diesem Motto beschreibt sie Zeitschrift GEO, wie man den Garten in eine ökologische Oase verwandelt

Ein wichtiges Thema in Zeiten des Klimawandels ist auch der Schutz der Insekten. Unter dem Titel “Schlaraffenland für Bienen – Wie mache ich meinen Garten bienenfreundlich”? gibt der Bund für Umwelt und Naturschutz Tipps