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Aus den Augen, aus dem Weg: so praktisch ist ein Hauswirtschaftsraum

Ein Hauswirtschaftsraum gehört zu jedem Schwedenhaus. Dort findet alles Platz, was im Haushalt benötigt wird, aber nicht in der Wohnung aufbewahrt werden muss. 

Hauswirtschaftsraum in einem Haus von Eksjöhus

Technikraum, Vorratsraum, Hausanschlussraum, Heizungsraum, Waschraum, Hauswirtschaftsraum – unterschiedliche Namen für einen Raum im Haus, der all diese Funktionen erfüllen soll.

Bis in die 1970er Jahre gehörten Kellerräume und Waschräume beim Hausbau dazu. Im Keller mussten Ölheizung und Tank untergebracht werden. Familien waren kinderreicher und hatten meist nur ein Auto, deswegen war Vorratshaltung wichtiger als heute. Kühltruhen und Gefrierschränke brauchten Platz, ebenso Einmachgläser. Durch kleinere Familien und dank moderner Heiztechnik hat sich der Platzbedarf reduziert. Auch der Wärmeverlust in ungedämmten Kellern hat dazu geführt, dass Häuser heute seltener unterkellert werden.

Hauswirtschaftsraum erlebt ein Revival

Wohin also mit all den Dingen, die man zwar griffbereit haben, aber nicht immer sehen oder zeigen will? Diese Überlegung hat zu einem Revival des Hauswirtschaftsraums geführt. Ein clever geplanter Hauswirtschaftsraum (kurz HWR genannt) ist ein großer Pluspunkt, denn er hilft dabei, alle Arbeiten im Haushalt effektiv und leicht zu erledigen.

Praktisch mit separatem Eingang

Bei Schwedenhäusern erfüllt der Hauswirtschaftsraum die Aufgabe von Waschküche, Vorrats- und Abstellraum. Zugänglich ist er oft über einen eigenen Eingang – so kann man den gefliesten Raum auch mit schmutzigen Schuhen (oder nassen Pfoten) betreten, ohne dass gleich die Wohnung geputzt werden muss. Auch das Schleppen von Wasserkästen und Lebensmitteln entfällt weitgehend, weil man mit dem Auto gleich rückwärts vor die Tür fahren kann. So landen Einkäufe auf kürzestem Weg im Vorratsschrank.

Gut geplant ist halb gewonnen

Platz ist hier außerdem für Heizungsanlagen, Schaltschränke, Wasseruhren und Stromzähler, für Wäsche- und Abfallbehälter und eventuell einen zweiten Kühlschrank. Praktisch: im HWR kann auch einmal etwas stehen- und liegenbleiben, wenn sich Gäste ankündigen.

Weil im Hauswirtschaftsraum häufig verschiedene Funktionen auf geringer Grundfläche arrangiert werden müssen, ist eine funktionsgerechte und ergonomische Planung das A und O.

Typische Ausstattung im Hauswirtschaftsraum

Der ideale HWR ist meist mit einer Arbeitsfläche ausgestattet, außerdem mit Waschmaschine, Wäschetrockner und Schränken oder Regalen, in denen sich Reinigungsutensilien wie Besen und Staubsauger ebenso aufbewahren lassen wie Lebensmittel- und andere Vorräte. Hier finden alle Dinge Platz, die tagtäglich zum Einsatz kommen, sich aber aus praktischen und ästhetischen Gründen außerhalb der Wohnräume befinden sollen.

Mehr als nur Waschmaschine, Trockner & Co.

In der Regel verfügt der Hauswirtschaftsraum über Anschlüsse an Wasser und Abwasser, so dass der Betrieb einer Waschmaschine möglich ist. Oft wird auch ein Ausgussbecken angebracht, damit Schmutzwasser ausgeschüttet und Eimer mit Frischwasser gefüllt werden können. Sinnvoll ist es, im Hauswirtschaftsraum einen Bodenablauf vorzusehen.

In vielen skandinavischen Häusern ist der Hauswirtschaftsraum außerdem die „Schaltzentrale“ des Hauses. Hier befinden sich Wasser- und Stromzähler sowie Ver- und Entsorgungsanschlüsse. Auch wenn bei der Einrichtung eines Hauswirtschaftsraums die Funktionalität an erster Stelle steht: Individuelle Gestaltung macht den Raum wohnlicher und sorgt dafür, dass er mehr als nur seinen Zweck erfüllt.

Abstellraum? Von wegen!

Steigern Sie den Wohlfühlfaktor, indem Sie den Raum nach Ihren persönlichen Wünschen gestalten. Helle Fronten reflektieren vorhandenes Licht und lassen den Raum heller und freundlicher erscheinen, weil sie die Grundbeleuchtung unterstützen und vorhandenes Licht reflektieren. Farbige Wände und dekorative Akzente schaffen eine wohnliche Atmosphäre.

Viel Gestaltungsspielraum

Geeignete Möbel gibt es in zahlreichen Ausführungen: glatte oder robuste Fronten in diversen Farben, verschiedene Grifftypen, passende Haushaltsgeräte – überlegen Sie, wie der Raum gezielt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden kann. Waschmaschine und Trockner etwa können wie in unserem Foto rückenfreundlich leicht erhöht angebracht werden. Lassen Sie sich am besten vom Fachhändler beraten. Manche Kücheneinrichter haben eigene Programme für Hauswirtschaftsräume und übernehmen die komplette Gestaltung, teilweise auch die Planung der Küchenanschlüsse.

3 praktische Tipps für den Hauswirtschaftsraum

  • Stauraumkonzepte: Alles an einem Ort und schnell zur Hand: Mit gut geplanten und clever organisierten Schränken und Regalen behalten Sie den Überblick. Denken Sie an Aufhängmöglichkeiten für Kleidung und Schubladen zum Verstauen von Wäscheutensilien und Klammern. Praktisch sind etwa ein Unterschrank mit Wäschekörben oder ein Hochschrank mit ausklappbarem Bügeltisch und Stromanschluss.
  • Einhängevorrichtungen: Mit einer einfach zu montierenden Einhängevorrichtung in Schränken oder außerhalb an einer Schrankwand lassen sich z. B. Müllsäcke ohne Probleme befüllen und entsorgen. Das Konzept ist ebenso hygienisch wie unkompliziert.
  • Wäschesortierer: Durch individuell nutzbare Körbe können Bunt-, Weißwäsche und Waschmittel an einem Ort und trotzdem getrennt voneinander aufbewahrt werden. Wäscheboxen oder auch Wäschesammler helfen dabei, Kleider optimal zu sortieren und zu sammeln. Sie sind modular, herausnehmbar und lassen sich in die bereits vorhandenen Auszüge integrieren. Auch für Waschmittel oder kleinere Putzutensilien sind die Wäscheboxen geeignet.