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Der Aufbau einer Thermobodenplatte

Die Thermobodenplatte ist das ideale Fundament für ökologische Häuser von heute. Sie ist selbst Teil der Heizung und hilft so, nachhaltig Energiekosten zu sparen. Wir erklären, wie der Aufbau einer Thermobodenplatte abläuft und wie sie funktioniert.

Energiesparend bauen – das ist heute eines der wichtigsten Anliegen von Bauherren. Eine nachhaltige Bauweise spart Energiekosten und ist ein aktiver Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Dazu kommen finanzielle Anreize: Wer auf nachhaltige Methoden für den Bau einer energieeffizienten Immobilie setzt, wird aus dem staatlichen Topf von Fördermöglichkeiten der KfW belohnt.  

Eine Thermobodenplatte trägt zur Reduzierung von Wärmeverlusten bei, ist selbst Teil der Heizung und hilft so, nachhaltig Energiekosten zu sparen. Bei Energiespar- und Passivhäusern gehört sie in der Regel zum Standard. Die Vorteile der Thermobodenplatte haben wir bereits in einem früheren Blogartikel beschrieben. Aber wie funktioniert eigentlich eine Thermobodenplatte und wie wird sie eingebaut?

So funktioniert eine Thermobodenplatte

Eine konventionelle Bodenplatte dient dazu, die Last des Bauwerks gleichmäßig an das Erdreich weiterzugeben. Das soll nachträgliche Bodenverformungen im Untergrund verhindern, die zu Rissen im Mauerwerk führen und im schlimmsten Fall die Statik gefährden könnten.

Eine Thermobodenplatte übernimmt zusätzlich zur Lastverteilung eine Wärmefunktion. Dazu gehört eine verstärkte Wärmedämmung des Hauses. Thermobodenplatten sind weisen Kälte aus dem Erdreich ab und helfen, Wärmeverluste zu vermeiden. Grundsätzlich kann die Wärmedämmung bei der Bodenplatte von oben oder von unten erfolgen. Bei Energiesparhäusern ist die Dämmung von unten Standard.

In vielen Fällen enthält die Thermobodenplatte bereits Leitungen für Strom, Ab- und Frischwasser, die dann nicht gesondert verlegt werden müssen.

Der Aufbau einer Thermobodenplatte

Wegen ihrer Wärmewirkung benötigen Thermobodenplatten weniger Erdaushub als konventionelle Bodenplatten. Statt sonst 80 genügen hier 30 Zentimeter (bei integrierten Heizschleifen). Weil frostunempfindliches Material unterhalb der Platte eingebracht wird, ist auch das aufwendige Betonieren von Streifenfundamenten überflüssig.

So wird die Thermobodenplatte errichtet:

  1. Im ersten Schritt wird eine aus Kies oder Schotter bestehende Frostschutzschicht (kapillarbrechende Schicht oder Rollierung) angelegt, zum Beispiel aus besonders wärmedämmendem Schaumglas-Granulat.
  2. Oft werden zusätzlich zwei Lagen Hartschaum gegen Feuchtigkeit und Kälte hinzugefügt. Die Dämmung sollte auch die Seiten gut abdecken, um Wärmebrücken entgegenzuwirken.
  3. Die Fläche wird anschließend planiert, damit die Oberfläche glatt und eben ist.
  4. Danach folgt die Einsetzung von Versorgungsleitungen für Wasser, Strom usw. gemäß Verlegeplan.
  5. Anschließend verlegen die Techniker die Dämmplatten über die gesamte Fläche der Bodenplatte (Perimeterdämmung). Eine Abdichtbahn aus selbstklebender Folie soll evtl. aufsteigende Feuchtigkeit abweisen. Darüber kommt eine zweite Dämmschicht.
  6. Auf Grundlage des vorgesehenen Raumplans und nach Kennzeichnung der Innenwände werden anschließend die Rohre für die Fußbodenheizung verlegt, zusätzlich auch die Rohre für Wasser und Abwasser als Ringleitung. Dort wo tragende Wände errichtet werden sollen, werden Bewehrungskörbe und Baustahlmatten angebracht.
  7. Schließlich wird der Beton in die dämmende Schalung eingegossen, verdichtet und geglättet. Nach der Aushärtung ist die Thermobodenplatte fertiggestellt.
  8. Die Errichtung einer Thermobodenplatte dauert üblicherweise zwischen drei und fünf Tagen.

Was kostet eine Thermobodenplatte?

Eine konventionelle Bodenplatte kostet 100 bis 120 Euro je Quadratmeter. Für eine Thermobodenplatte liegen die Kosten wegen der „Zusatzausstattung“ etwas höher: Im Schnitt sollten Sie mit 140 bis 150 Euro je Quadratmeter rechnen. Bei einer Bodenplatte von 100 Quadratmetern macht das zum Beispiel einen Unterschied von 3.000 bis 4.000 Euro aus. Angesichts der gesamten Baukosten fallen die Ausgaben für die Thermobodenplatte damit aber nicht so stark ins Gewicht.

Thermobodenplatte wird mit Schwedenhaus geliefert

Bei Eksjöhus-Vertriebspartnern erhalten Sie die Thermobodenplatte in Verbindung mit Ihrem Schwedenhaus mit der Sie nachhaltig Energiekosten senken können. Die energiesparenden Bodenplatten werden von Architekten und Statikern entworfen und unter Beachtung ökologischer Aspekte hergestellt.