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Effizient heizen mit Wärmepumpe

Welche Heiztechnik ist die richtige fürs Schwedenhaus? Die Heizung ist der mit Abstand größte Verursacher von Kohlendioxid (CO2) im Haushalt. Deswegen sollte man auf eine klimaschonende Technologie setzen. Eine praktikable Lösung ist die Wärmepumpe – sie hält Emissionen gering und spart Kosten.

In Zeiten unsicherer Brennstoffkosten ist die Wärmepumpe eine gute Alternative. Sie nutzt thermische Energie, die in der Umgebungsluft, im Erdboden oder im Grundwasser gespeichert ist und sorgt für wohlige Wärme im eigenen Zuhause – effektiv, kostengünstig und umweltfreundlich. Mit einer modernen Wärmepumpe wird Energie direkt aus der Umwelt gewonnen. Effizient heizen mit Wärmepumpe: So geht’s!

Eine Heizung wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt

 

Grafik Funktionsweise einer Wärmepumpe

 

Eine Wärmepumpe ist eine Heizung, die wie ein Kühlschrank funktioniert, nur umgekehrt und mit viel höherer Leistung: Sie pumpt quasi die Wärme von außen (aus Boden, Wasser, Luft) in die Wohnung und gibt sie an das Heizsystem ab. Die Wärmeenergie aus der Umwelt wird dabei auf ein höheres Temperaturniveau angehoben. So hoch, dass sich damit Gebäude heizen lassen.

Je höher die Temperatur der Wärmequelle, desto effizienter und damit auch wirtschaftlicher arbeitet die Wärmepumpe.

Für den Betrieb einer Wärmepumpe ist zwar elektrischer Strom erforderlich. Neuere Modelle sind jedoch sehr sparsam im Verbrauch. Die CO2-Emissionen sind niedriger als bei Heizöl- oder Erdgasheizungen.

Die Wärmepumpe wird ins bestehende Heizsystem integriert

Infografik zur Erläuterung der Wärmepumpe - Effizient heizen mit WärmepumpeWärmepumpen sind vielseitig. Sie können nicht nur zum Heizen eingesetzt werden, sondern auch zur Warmwasserbereitung und sogar zur Kühlung. Das Gute daran. Eine Wärmepumpe ist nicht größer als ein konventioneller Kessel. Aufgestellt wird sie in der Regel im Haustechnikraum oder im Keller. Betriebsgeräusche sind so kaum wahrnehmbar. Ohnehin ist die Wärmepumpe nicht lauter als ein Kühlschrank.

Ältere Häuser brauchen gute Dämmung

Ob in Ihrem Schwedenhaus eine Wärmepumpe installiert werden kann, hängt von der bestehenden Haustechnik ab. Ein Heizungstechniker kann Auskunft geben. Damit die Wärmepumpe effizient arbeitet, müssen ältere Häuser unter Umständen zunächst gedämmt oder modernisiert werden. Dadurch kann der Energiebedarf des Gebäudes reduziert und das bestehende Heizsystem mit niedrigeren Vorlauftemperaturen betrieben werden.

Energiequelle der Zukunft: Geothermie

Thermostat vor Wiesenlandschaft

Eine der Wärmequellen, die für die Wärmepumpe genutzt werden kann, ist Erdwärme, auch Geothermie genannt. Gemeint ist die Wärme, die im oberen Teil der Erdkruste gespeichert ist. Erdwärme zählt zu den regenerativen Energien und kann direkt genutzt werden, etwa zum Heizen und Kühlen in einer Erdwärmeheizung. Experten halten die Geothermie für die Energiequelle der Zukunft: Sie ist umwelt- und klimafreundlich, jederzeit an jedem Ort verfügbar und noch dazu kostenlos. Das gilt natürlich ebenso für Luft und Grundwasser, die beiden weiteren Energiequellen.

Vorteile der Wärmepumpe

Wärmepumpen werden heute bereits in jedem dritten Neubau installiert – ein Trend, der durch die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) und die steigenden Ansprüche an ein modernes Heizsystem zustande kommt. Die EnEv regelt, wie viel Energie ein neues Haus mit einer modernen Heizung verbrauchen darf.

 

 

 

Häuser mit Wärmepumpe werden also auch in Zukunft nicht in Konflikt mit der EnEV geraten. Wärmepumpen bieten Häuslebauern mehr als nur eine Heizung und haben zahlreiche Vorteile:

  • Wärmepumpen erfüllen problemlos die Vorgaben der Energieeinsparverordnung
  • Wärmepumpen heizen sehr energieeffizient. Sie erzeugen mit einer Kilowattstunde Strom je nach Jahresarbeitszahl drei bis fünf Kilowattstunden Wärme.
  • Wärmepumpen betreiben aktiven Klimaschutz, denn sie heizen mit Umweltwärme und der Stromanteil wird immer erneuerbarer.
  • Wärmepumpen können nicht nur heizen, sondern im Sommer auch kühlen. Außerdem nehmen sie nicht viel Platz im Haus in Anspruch.
  • Wärmepumpen machen unabhängig vom Rohstoffimport und können in Kombination mit einer Solaranlage den Grad der Eigenversorgung erhöhen.

Förderung von Wärmepumpen in Neubauten

Das Marktanreizprogramm und die KfW bieten Förderzuschüsse und zinsgünstige Kredite für den Einbau einer Wärmepumpe:

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) den Einbau effizienter Wärmepumpen in Neubauten. Die Fördersätze wurden zuletzt 2015 angehoben. Staatliche Zuschüsse für eine effiziente Wärmepumpe sind aktuell besonders hoch.

Alternativ bietet die KfW-Bankengruppe (KfW) mit ihrem Programm „Enegieeffizienz Bauen“ (KfW-Programm 153 für Neubauten) steuerlich subventionierte Kredite mit hohen Tilgungszuschüssen für den Bau von KfW-Effizienzhäusern.

 

 

Vier Tipps für den Kauf von Wärmepumpen 

  1. Wärmepumpen können eine umweltfreundliche Heiztechnik sein: Prüfen Sie, ob Ihr Haus für Wärmepumpen geeignet ist.
  2. Kaufen Sie besonders energieeffiziente Wärmepumpen.
  3. Achten Sie bei Planung und Kauf auch auf weitere zentrale Punkte: Geeignete Wärmequelle (möglichst Erdreich), optimale Größe, geringe Lärmemissionen und umweltfreundliches Kältemittel.
  4. Warten und prüfen Sie Ihre Wärmepumpe regelmäßig.

 


 

Umfangreiche Informationen zum Thema Wärmepumpen gibt es beim Umweltbundesamt und beim Bundesverband Wärmepumpe