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Licht ins Dunkel: Was es mit Energiestandards auf sich hat

Wie lässt sich in einem Neubau effizient Energie einsparen und welche modernen Energiestandards gibt es? Wer bauen möchte, sollte sich aus verschiedenen Komponenten ein schlüssiges Energiekonzept zusammenstellen lassen.

Energiesparen mit Holzfassade: Veranda vor dem Haus Rosenhill von Eksjöhus

Niedrig- und Niedrigstenergie, Energiesparhaus, Effizienzhaus – wer ein eigenes Haus bauen möchte, muss sich erst einmal mit den Anforderungen an moderne Energiestandards auseinandersetzen. Schließlich geht es darum, die richtige Entscheidung für die Zukunft zu treffen. 

Gut zu wissen: von 2021 an sollen alle neuen Gebäude im Niedrigstenergie-Standard errichtet werden. Doch eine genaue Definition, was dieser Standard beinhaltet, existiert bisher nicht. Das verunsichert viele Bauherren und Planer. 

Dabei sind für alle, die demnächst bauen wollen, nur drei Energiesparkriterien entscheidend:

  1. geringster Wärmeverlust bei der Hauskonstruktion
     
  2. die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen
     
  3. ein in sich geschlossenes Energiekonzept von Keller/Bodenplatte, Fenster, Heiz- und Haustechnik.

Energiekonzept sollte in sich schlüssig sein

Dauerhaft lässt sich Energie nur mit einem geschlossenen Gesamtkonzept einsparen. Dafür ist ein harmonisches Zusammenspiel der einzelnen Technik- und Konstruktionsdetails von Keller (sofern vorhanden), Bodenplatte, Fenster sowie der Heiz- und Haustechnik nötig. Damit gelingt es, wenig Energie zu verbrauchen und auch in Zukunft Energie einzusparen.

Holzfassaden sind Bestandteil eines nachhaltigen Energiekonzepts. Sie haben hervorragende Dämmeigenschaften und sind nahezu unbegrenzt haltbar.

Wer ein modernes Energiekonzept umsetzen will, muss umdenken. Bautechniken aus Zeiten, in denen Brennstoffe so gut wie nichts kosteten, haben ausgedient. Ein Blick über den Tellerrand zeigt, wie es anders geht: Holz ist in Schweden traditionell der wichtigste Baustoff beim Hausbau. Um der rauen nordischen Witterung trotzen zu können, müssen die Holzhäuser sehr gut gedämmt und winddicht gemacht werden. So werden Wärmeverluste bestmöglich vermieden. Deshalb investiert Eksjöhus in hocheffiziente Produktionsstätten, in denen die Hauselemente passgenau vorgefertigt werden und unter den harten klimatischen Bedingungen bestehen können.

Im extremen Klima Schwedens, wo es in Winternächten bis zu -60°C kalt werden kann, sind sparsame Energiekonzepte seit Jahrzehnten ausgereift.

Richtig dämmen, heizen und lüften

Sinnvolle Komponenten eines schlüssigen Energiekonzepts nach schwedischem Vorbild sind:

1. Holzfassade

Beim Schwedenhaus ist sie selbstverständlich: die Holzfassade. Eine Holzfassade ist beständiger als jede Fassade aus Putz. Holz ist ausgesprochen robust: Wird es mit der geeigneten Farbe verarbeitet, ist die Holzfassade nahezu unbegrenzt haltbar.

Erfahrungsgemäß reicht es, alle 15 bis 20 Jahre nachzustreichen.

2. Thermobodenplatte

Wer energieeffizient bauen und langfristig bares Geld sparen will, entscheidet sich für eine Thermobodenplatte mit integrierter Fußbodenheizung. Die Heizkosten liegen deutlich unter denen herkömmlicher Fundamente. Auch für Energiespar- oder Passivhäuser ist die Bodenplatte geeignet. Thermobodenplatten sind hoch wärmegedämmt mit eingelegter Fußbodenheizung und geglätteter Oberfläche, fertig für den Endbelag. Eine Thermobodenplatte ist Fundament, Dämmung und Heizung in einem und vereint vier Komponenten in einem:

  • Isolierschale
  • Kellerdecke / Fundamentplatte
  • Fussbodenheizung
  • Estrich

4. Dreifach-Verglasung

Dreifach verglaste Fenster sind Standard bei Eksjöhus. Die verwendeten Dreifach-Thermo-Isolierglasfenster sind als Gleitschwingflügelfenster mit optimierten schmalen Rahmen ausgeführt und mit Wärmebrücken ausgestattet.

5. Kontrollierte Be- und Entlüftung

Zu einem modernen Eksjöhus-Haus gehört der Einbau einer kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage mit einer Wärmerückgewinnung. Sie garantiert einen optimalen Luftaustausch ohne nennenswerten Wärmeverlust, wie es beim klassischen Lüften der Fall ist.
Eine zusätzliche Luft-Luft-Wärmepumpe überträgt in einem Kreuzwärmetauscher den Großteil der Wärme aus abgesaugter Abluft an angesaugte Frischluft – dadurch findet ein Luftaustausch statt, bei dem die meiste Wärme aber im Inneren des Hauses bleibt.

6. Integralheizsysteme/ Solar/ Holz-Grundofen

Ganz ähnlich wie die Be- und Entlüftungsanlage funktionieren Integralsysteme, die Lüften und Heizen mit der Warmwasseraufbereitung kombinieren. Dabei spricht man auch von einer Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Eine Möglichkeit zum Heizen mit Solarstrom ist die Kombination einer Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage. Verbesserungen der Wärmepumpentechnik sorgen dafür, dass Heizen mit Photovoltaik immer effizienter wird.

Ein Holz-Grundofen verbrennt das Holz sehr effizient. Dieser Ofentyp heizt mit Strahlungswärme statt mit mit Konvektionswärme. Strahlungswärme entspricht im Prinzip  der Sonnenstrahlung, die die Gegenstände erwärmt und nicht einen warmen Luftstrom produziert.