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Smart home einrichten mit KfW-Zuschüssen

Ein smartes Zuhause hat viele Vorteile: Es ermöglicht eine intelligente Steuerung, hilft beim Energiesparen, schützt die Immobilie vor Einbruch und erhöht ganz allgemein den Wohnkomfort. Und dafür gibt’s sogar Geld vom Staat.

Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach liefert kostenlos Strom, die Raumtemperatur wird automatisch geregelt, ebenso die Beschattung, Fensterkontaktschalter sorgen für Energieeffizienz und Sicherheit. So sieht es aus, das perfekte Smart Home. Ob Staubsaugerroboter, intelligente Heizkörper oder vernetzte Sicherheitssysteme – Menschen in Deutschland wohnen im Jahr 2020 so smart wie noch nie:

  • Nahezu 4 von 10 Verbrauchern nutzen Smart-Home-Anwendungen
  • Jeder zweite Nutzer steuert die Geräte per Sprachbefehl
  • Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz zählen zu den häufigsten Nutzungsgründen

„SMART“ WIRD DER NEUE ZUKUNFTSSTANDARD

Hand hält Smartphone zur Steuerung der Türschließung

Smart Homes sind also längst keine Science Fiction mehr. Das smarte Wohnen hat viele Vorzüge. Intelligente Smart Home-Systeme machen den Alltag komfortabler, energieeffizient und auch altersgerecht: Rollläden öffnen und schließen sich auf Knopfdruck, die Heizung reguliert sich selbst, das Licht lässt sich per Sprache oder App steuern.

Wer jetzt Haus oder Wohnung umbauen, vernetzen und damit smart machen möchte, kann dafür seit 2020 Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch nehmen.

Welche Smart Home-Anwendungen werden gefördert?

Derzeit kann für neun verschiedene Maßnahmen eine Smart Home-Förderung bei der KfW beantragt werden:

  • Fenster- und Türsensoren
  • Lichtsteuerung
  • Smarte Heizung
  • Ladestation für Elektrofahrzeuge
  • Türkommunikations-System
  • Wassermelder
  • Überwachungskameras
  • Notruf- und Unterstützungssysteme

Welche Varianten gibt es bei KfW-Fördergeldern?

Eigentümer können entweder von einem einmaligen Zuschuss profitieren, der nicht an die KfW zurückgezahlt werden muss. Oder Sie beantragen einen zinsgünstigen Kredit. Welche Smart Home-Förderung die günstigere ist, ist vom Einzelfall abhängig und sollte sorgfältig abgewogen werden.

Welche Programme zur Smart Home-Förderung gibt es?

Um in den Genuss von Geldern für die oben erwähnten Maßnahmen der Hausautomation zu kommen, existiert bislang kein explizit dafür eingerichtetes Förderprogramm. Die Fördermöglichkeiten „verstecken“ sich in verschiedenen KfW-Programmen.

Wer Smarthome-Systeme im Raumen einer energetischen Sanierung gleich mit einbaut, kann Fördergelder aus dem Programm Energie­effizient Sanieren beantragen. Diese Leistung gibt gibt es als Kredit oder als Zuschuss.

Wer sein Haus dagegen nachträglich umrüstet, kann derzeit ausschließlich von einem Kredit aus dem Topf Alters­gerecht Umbauen profitieren. Die Mittel für Zuschüsse sind aktuell erschöpft.

SMART HOME: DIE FÖRDERMÖGLICHKEITEN IM EINZELNEN

Energieeffizient Sanieren – Kredit

Dieses Programm sieht einen Kredit für die komplette Sanierung oder für einzelne energetische Maßnahmen vor:

  • Förderkredit bis zu 120.000 Euro für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen
  • Auch für den Kauf von saniertem Wohnraum
  • Weniger zurückzahlen: bis zu 48.000 Euro Tilgungszuschuss

Den Förderkredit „Energie­effizient Sanieren“ können Interessierte noch bis zum 30.06.2021 über ihre Hausbank bei der KfW beantragen.

Energieeffizient Sanieren – Investitions­zuschuss

Zuschuss für die komplette Sanierung oder einzelne energetische Maßnahmen

  • Zuschuss bis zu 48.000 Euro für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus  oder 10.000 Euro für Einzelmaßnahmen
  • Auch für den Kauf von saniertem Wohnraum

Altersgerecht umbauen – Kredit

Dieses Programm sieht einen Förderkredit ab 0,78%  effektiver Jahreszins vor.

  • Bis zu 50.000 Euro Kredit, unabhängig von Ihrem Alter Für alle, die Barrieren in ihrer Wohnung reduzieren und sich vor Einbruch schützen wollen
  • Auch für den Kauf von umgebautem Wohnraum
  • Als Privatperson können Sie alternativ einen Zuschuss beantragen – für Barrierereduzierung (455-B) oder Einbruchschutz (455-E)

Förderungen für Rollladensteuerung, smarte Heizung, Lichtsteuerung, Fenster- und Türsensoren

Wird bereits die KfW-Förderung „Energieeffizient Sanieren“ genutzt, ist eine Förderung als Kredit (Nr. 151 und 152, bis zu 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen) oder auch Zuschuss (Nr. 430, bis zu 10.000 für Einzelmaßnahmen) möglich.

Ist dies nicht der Fall, ist eine Förderung über das Programm „Altersgerecht Umbauen“ denkbar. Auch hier besteht die Wahl zwischen einem Kredit (Nr. 159, bis 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen) und einem Zuschuss (Nr. 455-B, bis 6.250 Euro für Einzelmaßnahmen).

Förderung für Türkommunikations-System, Wassermelder, Überwachungskameras, Notruf- und Unterstützungssysteme

Über das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ ist eine Förderung als Kredit (Nr. 159, bis 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen) möglich.


Fazit: Wer also schon beim Hausbau auf smarte Lösungen setzt, kann sich über eine entsprechende KfW-Förderung freuen und mitunter mehrere Tausend Euro sparen.